Wiki-Quellcode von Sponsoring

Zuletzt geändert von Merle Hollmann am 2024/09/23 15:18

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9 Was ist Sponsoring?
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11 Beim Sponsoring geht der Verein eine vertraglich definierte Geschäftsbeziehung in der Regel mit einem Unternehmen ein. Für die bereitgestellten Mittel muss er Gegenleistungen erbringen. In der Regel besteht die Gegenleistung darin, den*die Sponsor*in namentlich zu nennen bzw. besonders hervorzuheben, mit dem Ziel, dessen Bekanntheit zu steigern bzw. das Image des*der Sponsor*in zu verbessern. Das Erbringen einer Gegenleistung unterscheidet das Sponsoring deutlich vom Wesen einer Spende, die ohne Gegenleistung erbracht werden muss. Dabei stehen Leistung und Gegenleistung sich nicht gleichwertig gegenüber. Meist ist es für den*die Sponsor*in weitaus wichtiger zu zeigen, dass auf deren Seite eine Förderabsicht besteht bzw. in unserem Falle das Interesse da ist Kultur und Musik zu fördern.
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17 Sponsoring-Einnahmen zählen zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und müssen grundsätzlich versteuert werden. Bei Sponsoring dürfen gemeinnützige Vereine keine Zuwendungsbestätigung ausstellen, sondern müssen dem*der Sponsor*in eine Rechnung stellen.
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20 = Wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Sponsoring =
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22 Voraussetzung für Sponsoring ist ein Werbe- oder Sponsorenvertrag, der geschlossen werden muss. Es wird festgelegt, in welchem Umfang der Verein Mittel erhält und welche Leistungen der Verein im Gegenzug erbringt. Auch die Dauer des Sponsorings und Modalitäten zur Kündigung oder Verlängerung sollten vertraglich festgelegt werden. Je klarer und transparenter die Bestimmungen im Sponsor*innenvertrag festgelegt sind, umso weniger Anlass für Diskussionen bieten sich im Nachhinein. 
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24 Es gibt zwei Arten von Sponsoringverträgen 
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26 1. Den aktiven Vertrag 
27 1. Den passiven Vertrag
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29 Mehr Informationen gibt es [[hier>>https://www.ehrenamt24.de/wissen-fuer-vereine/vereinswiki/sponsoring-fuer-verein/]] zu finden.
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31 = Sponsoring aus steuerlicher Sicht =
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33 Sponsoring ist steuerpflichtig - Während das Sponsoring aus Sicht der Sponsor*innen einen großen ideellen Zweck verfolgt, tut der gemeinnützige Verein dies nicht. Mit dem Verkauf der Gegenleistung verlässt dieser seinen Zweckbetrieb und befindet sich in der steuerlichen Sphäre des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs. Das bedeutet, auf die Einnahmen durch Sponsoring fallen Steuern an. Wenn die Freibetragsgrenzen überschritten werden, fallen sowohl Umsatz- als auch Körperschaftssteuer an. Für die Sponsor*innen hingegen sind die Ausgaben in der Regel steuerlich absetzbar. 
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35 = Sponsoring – Pro und Contra =
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37 |Pro|Contra
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39 gut planbare, langfristige Finanzierungsmöglichkeit
40 )))|Wasserdichter Vertrag notwendig 
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42 |flexibel umsetzbar auch für einzelne Projekte / Veranstaltungen |Einnahmen müssen versteuert werden.
43 |Gegenleistung ohne finanzielles Risiko für den Verein |Je sensibler der Vereinszweck ist, desto kritischer wird die Einflussnahme von Sponsoren in der Öffentlichkeit wahrgenommen
44 |Hohe Summen möglich |Obacht bei Auswahl der Sponsor*innen, Ruf der Sponsor*innen kann sich auch auf Verein auswirken
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46 = Haftung bei Sponsoring und Spenden =
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48 „Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig eine unrichtige Bestätigung ausstellt oder veranlasst, dass Zuwendungen nicht zu den in der Bestätigung angegebenen steuerbegünstigten Zwecken verwendet werden, haftet für die entgangene Steuer.“ So steht es in Paragraf 10 des Einkommensteuergesetz (§ 10 b Abs. 4 2. Satz EStG). 
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50 Wenn Spendenbescheinigungen falsch ausgestellt werden, haftet der Verein pauschal mit 30 Prozent der Spendensumme zuzüglich einer eventuellen Gewerbesteuer von 15 Prozent.
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52 === Gründe für falsch ausgestellte Spendenbescheinigungen können sein: ===
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54 * Es handelt sich nicht um eine Spende, sondern um Sponsoring (es ist eine Gegenleistung erfolgt.) 
55 * Die Spende wurde nicht freiwillig getätigt. Ein Bespiel dafür ist die obligatorischen Beitrittsspende der Aufnahmegebühr in den Verein.
56 * Bei einer Sachspende wurde der Wert völlig falsch eingeschätzt 
57 * Die Summe auf der Spendenbescheinigung entspricht nicht der getätigten Geldspende 
58 * Spenden werden für nicht steuerbegünstigte Zwecke verwendet 
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62 Auch Vorstandsmitglieder können im Falle einer falschen Spendenbescheinigung mit ihrem Privatvermögen haften – und das mit bis zu 45 Prozent des Spendenbetrags. zuzüglich einer eventuellen Gewerbesteuer von 15 Prozent (Veranlasserhaftung). 
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64 Neben den Steuernachzahlungen gegenüber der Bundesfinanzverwaltung drohen dem Verein Schadensersatzforderungen, der Entzug der Gemeinnützigkeit oder andere rechtliche Konsequenzen.
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72 **Inhaltsverzeichnis **
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79 = Referenzen =
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81 * Deutsches Ehrenamt (2024):  Sponsoring für Vereine. Alternative Finanzierung für das Ehrenamt, online: [[https:~~/~~/deutsches-ehrenamt.de/sponsoring-vereine/>>https://deutsches-ehrenamt.de/sponsoring-vereine/]] [letzter Stand: 23.09.2024]
82 * ehrenamt24 Benefits GmbH (2024): Sponsoring für den Verein, online: [[https:~~/~~/www.ehrenamt24.de/wissen-fuer-vereine/vereinswiki/sponsoring-fuer-verein/>>https://www.ehrenamt24.de/wissen-fuer-vereine/vereinswiki/sponsoring-fuer-verein/]] [letzter Stand: 23.09.2024]
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86 //Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist mit Sorgfalt recherchiert, sowie durch Quellennachweise belegt, und soll euch als Orientierungshilfe dienen, indem er bei der Entlastung eures Ehrenamtes mit grundlegenden rechtlichen Anhaltspunkten unterstützt. Es wird dabei jegliche Form der Haftung bzgl. angesprochener Inhalte ausgeschlossen.//
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